12. Januar 2020 granturbo

Turborial 04

Der Ablauf einer Videoproduktion

Lesezeit: 3 Minuten

Ihr brauchen ein Video! Aber wie macht man das? Was alles passiert, wenn diese Entscheidung gefallen ist und welche Prozesse dadurch in Gang gesetzt werden. Das zeigen wir Euch jetzt.

DAS BRIEFING

Wenn wir die Glücklichen sind, die für eine Produktion angefragt wurden, dann brauchen wir zum Einstieg von Kundeseite erstmal ein Briefing, damit wir überhaupt wissen worum es im Film gehen soll.

Gibt es kein Briefing, dann haben wir einen Fragebogen für den Kunden zur Hand. In diesem haben wir in kompakter und verständlicher Form alle Fragen zusammengefasst, die für uns relevant sind, um die Planung des Films anzugehen. Dies entspricht dann inhaltlich einem Briefing.

Was ein gutes Briefing alles beinhalten soll, dazu haben wir auch schon ein kleines Video gemacht.

DIE VORPRODUKTION

Hat der Kunde unser Konzept und die dazu gehörige Kalkulation angenommen, dann startet mit der Beauftragung die Vorproduktion.

Als Erstes steigen wir dann in die filmische Ausarbeitung des Konzepts ein. Die Idee und die Inhalte werden also genau ausgearbeitet, formuliert und abgestimmt. Wollen wir eine Geschichte erzählen, dann müssen wir diese filmisch nachvollziehbar machen und das geschieht mit der Erstellung eines Drehbuchs und eines Storyboards. Aber auch Moodboards, helfen, die Idee vorab zu visualisieren.

Und dann wird organisiert. Wen brauchen wir und was brauchen wir um das Konzept umzusetzen? Personal für Regie, Kamera, Licht, Maske und Equipment, für Location, Requisiten, Verträge, Catering und so weiter. Darsteller werden gesucht und es wird (in welcher Form auch immer) ein Casting durchgeführt.

Haben wir all diese Dinge erledigt, dann setzen wir uns mit dem Kunden zu einem Preproductionmeeting oder kurz PPM zusammen. Dort wird das Storyboard durchgesprochen, es werden die einzelnen Rollen besetzt, die Location wird ausgewählt und das weitere Timing wird abgeklärt.

Ist alles mit dem Kunden besprochen, dann wird das Team zusammengestellt und es geht los. Die Darsteller werden benachrichtigt, dass sie die Rollen bekommen haben und anschließend wird mit ihnen das Fitting, also die Auswahl der Kostüme, gemacht. Der Regisseur und der Kamera machen eine Recce oder Vorabbesichtigung der Drehorte und erstellen im Anschluss eine Shot-List. Das ist eine Liste auf der alle zu drehenden Einstellungen in Form einer Tabelle erfasst sind.

Sind die Drehtage inhaltlich geplant, dann wird für jeden einzelnen Drehtag noch eine Tagesplanung, kurz „Dispo“, erstellt. Da stehen alle wichtigen Infos drauf. Also Drehort, Zeiten, Ansprechpartner und ganz viel mehr. Und somit weiß jeder Bescheid wann, was, wo und mit wem gedreht wird.

DIE PRODUKTION

Jetzt wird es ernst. Wenn alles organisiert ist, geht es in die Produktion. Das heißt, das Konzept wird umgesetzt. Das Team trifft die letzten Vorbereitungen, checkt die Technik und verlädt sie. Team, Darsteller und alle anderen treffen sich am Drehort und dann wird gedreht und gedreht.

Ab und an tritt auf Kundenseite Verwirrung auf, da der Film aus logistischen, zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht linear gedreht wird. Ein ganz einfaches Beispiel dazu ist das Drehen an einen abgelegenen Drehort. Allein die Anreise dorthin dauert zum Beispiel einen Tag. Somit ist es organisatorisch und kostentechnisch unumgänglich alle Szenen, die dort gedreht werden am Stück zu drehen, auch wenn sie im Film nicht direkt nacheinander kommen.

Vom zeitlichen Rahmen her ist die Produktion immer der kürzeste Abschnitt einer Filmproduktion, da man das vorher langwierig geplante schlicht und einfach ‚nur‘ umsetzt.

DIE POSTPRODUKTION

Wenn die letzte Klappe gefallen ist, werden als Erstes alle Daten gesichert. Eine Kopie kommt an einen sicheren Ort, das Original geht direkt in den Schnittraum. Dort wird das gedrehte Material gesichtet, sortiert, aufbereitet und von einem Cutter zu einem Film geschnitten und zwar solange, bis alle zufrieden sind.

Die Abläufe innerhalb der Postproduktion sind an gewisse Prozesse gebunden. Das Schneiden des Films erfolgt aufgrund der Datenmenge oft in niedrigerer Auflösung als das Ausgangsmaterial eigentlich ist und das Filmmaterial wird linear, also mit geringem Kontrastumfang, bearbeitet. Deshalb sieht das Bild in den Schnittversionen oft fahl und flach aus. Aber keine Sorge die Informationen stecken alle im Bild drin. Sie werden nur erst später im Prozess rausgeholt. Da dies ein etwas aufwendigerer Vorgang ist, geschieht dies erst, wenn der Schnitt inhaltlich abgenommen ist.

Auch wird oft das Voiceover, also die Tonaufnahme der Sprecherstimme, die unter den Film gelegt wird, während des Schnittprozesses nur als Layout von zum Beispiel dem Editor oder dem Regisseur eingesprochen, da dies, wenn man das jedes Mal vom professionellen Sprecher einsprechen lassen würde, bei jeder Änderung Kosten verursachen würde.

Diese inhaltliche Abnahme ist dann schließlich der Startschuss für die sogenannte Finalisierung des Films. Dazu gehören das Lizensieren der Musik, die Sprachaufnahme mit dem richtigen Sprecher, das Compositing, die Farbkorrektur und die Tonmischung. Und letztlich die Auslieferung des Masters, also des finalen Files.

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