8. Januar 2020 granturbo

Turborial 03

Wie kalkulieren wir Videos?

Lesezeit: 3 Minuten

Eine Anfrage bedeutet für uns unter anderem erstmal rechnen. Kalkulieren genauer gesagt. Denn zu einem ordentlichen Angebot, gehört auch eine ordentliche Kalkulation. Aber was bedeutet es eigentlich einen Film zu kalkulieren?

Hochtrabend ausgedrückt heißt das:

Die Recherche und Analyse der einzelnen wertbildenden Faktoren und deren finanzielle Gewichtung innerhalb eines Budgets ist die Basisarbeit der Kalkulation.

Was für ein Satz!

Grundlagen:

Unser oberstes Gebot ist immer, das beste Preis-Leistungsverhältnis anzubieten.

Dabei kalkulieren wir in der Regel nach Tagessätzen. Das macht die Kalkulation transparent und nachvollziehbar.

Produktion:

Als erstes überlegen wir uns: Wen brauchen wir vor und hinter der Kamera und wie viele davon. Bei einer Eventdokumentation sind das mindestens drei Leute hinter der Kamera für Bild, Ton und Umsetzung. Die Menschen vor der Kamera sucht man sich auf dem Event. Bei einem Imagefilm ist es total vom Konzept abhängig wie viele Menschen vor der Kamera zu sehen sind und wie groß das Team ist. Am Liebsten buchen wir für jeden Job die entsprechenden Spezialisten aus unserem Netzwerk.

Sind wir bei einem Dreh aber in einem Land weit, weit weg auf einem anderen Kontinent greifen wir natürlich auch auf eine Serviceproduktion und Crew vor Ort zurück.

Wenn wir verreisen, müssen natürlich Flüge, Anfahrten und Übernachtungen kalkuliert werden. Wir versuchen so zu planen, dass alle Beteiligten fit am Drehort ankommen. Auch für die Technik sind Flüge etwas „aufregend“. Hier sind je nach Fluggesellschaft und Land unterschiedliche Richtlinien einzuhalten. Zum Beispiel dürfen Akkus bei einem Flug nicht mehr als 100Wh haben.

Bei der Technik geben wir Pauschalen an. Beispielsweise sind in einem Kamera-Set bereits Objektive, Akkus, Filter, Stative usw. mit eingerechnet und nicht extra aufgeführt. Das würde nur verwirren.  Wir überlegen uns allerdings sehr genau, welches Equipment wir brauchen, um einen schönen Film zu machen und trotzdem im Budget zu bleiben

Zum Glück sind die Möglichkeiten in den letzten Jahren mit beispielsweise Gimbals oder LED-Lichtern vielfältiger geworden. Somit kann man auch schon mit geringeren Budgets Konzepte filmisch und gestalterisch hochwertig umsetzen. Wie bereits oben gesagt versuchen wir immer das Maximum heraus zu holen. Das gilt auch für die Technik, aber oft gibt uns das Budget oder auch die Filmart einen engen Rahmen vor und bestimmt somit die Wahl der Kamera mit,

Auch die Filmlänge und die Anzahl der verschiedenen Formate, Derivate und Versionen des Films sind extrem starke kostenbildende Faktoren, die sich besonders in der Postproduktion, also alles was nach dem Dreh passiert, auswirken. Hat man zum Beispiel einen Film mit viel Text, dann muss man diesen erstmal ordentlich übersetzen lassen. Anschließend können die Übersetzungen in den Film eingebunden werden. Dieser Prozess kann alles in allem ganz leicht mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Was jetzt noch relevant für uns ist, ist der Abgabetermin des finalen Films. Je weniger Zeit man zur Produktion eines Filmes hat, desto mehr Manpower braucht man, um das Timing zu halten.

Und wenn wir am Ende ganz sicher gehen wollen, dass alles funktioniert, dann sind jetzt noch diverse Film-Versicherungen, wie zum Beispiel eine Produktionsver-sicherung oder eine Schlechtwetterversicherung nötig. Und ja, die gibt es wirklich.

 

Postproduktion

Die Schnitttage planen wir so, dass wir guten Gewissens einen schönen Film machen können. Zusätzlich planen wir meistens zwei Abnahmeschleifen mit ein. Das bedeutet die erste Schnittversion geht an den Kunden, dann gibt es Änderungswünsche, die wir einarbeiten. Die neue Version geht wieder zur Abnahme und meistens sind dann nur noch kleinere Anpassungen nötig bevor der Film final abgenommen wird.

Der abschließende Produktionsprozess ist sehr technisch. Im Endeffekt wird da alles nochmal schön gemacht. Und je nach Budget, Filmart und auch Aufnahmetechniken ist hier zum Beispiel mit Farbkorrekturen, Tonmischungen oder Videoeffekte wie bei Greenscreen-Aufnahmen noch richtig viel zu tun. Und natürlich muss das alles dann in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Finale

Wir ihr seht muss man eine ganz schöne Liste an Faktoren beachten, um eine anständige Kalkulation zu erstellen.

Aber wir versuchen bei jedem Projekt die Mittel, die wir haben, so kosteneffizient und effektiv wie möglich einzusetzen, damit wir alle am Ende ein Produkt haben, auf das wir stolz sein können.

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